Apr
5
2010
Für die zweite Social Studies Arbeit war “Power” und sein Einfluss auf die “Consumer Society” das Thema. Inzwischen habe ich sie zurück, diesmal mit einem wirklich guten Ergebnis (*freu*)
Hier eine kleine Leseliste und Pointer, die ich hilfreich fand.
Ich habe mich dafür durch ein paar Artikel und Quellen gelesen. Folgende waren hilfreich:
- Max Weber (gibts jemanden, der mehr Begriffe der Sozialwissenschaften definiert hat? :-)) Ich habe die englische Definition aus dem Oxford Dictionary of the Social Sciences entnommen…
“the ability to exert control over people, even against their will”
In der deutschen Fassung (Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie, 1. Halbband, Tübingen 1956/1980, S. 28):
Jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.“
Generell lesenswert waren die deutschen Wikipedia-Artikel zu “Macht” und “Herrschaft”.
- Michael Foucault: Foucault sieht das Thema Macht etwas differenzierter als Max Weber, er definiert Macht als ständig auszuhandeln und “zirkulierend”, praktisch als eine Art sozialen Diskurs. Das passt ganz gut zu den verschiedenen Machtarten, die in einem anderen meiner Kurse, “B120 – Introduction to Business Science” eingehender besprochen wurden. Hier werden die sogenannten “3 faces of power” behandelt, die Macht als direkte, organisationsbedingte oder kulturbedingte Kraft unterscheidet. Ein Artikel, der die drei Konzepte kurz beleuchtet ist z.B. hier.
Eine alternative Unterteilung gibt es hier: http://www.sociology.org.uk/wspmain.htm?wspo3.htm
“Charismatic Power” ist hier ganz interessant, weil es auch den Begriff der “Charismatic Leadership” gibt… War aber für mein TMA nicht unbedingt wichtig, in einer sehr erhellenden Diskussion mit Frank Fischer aber schon :)
Richtig faszinierend fand ich in dem Zusammenhang die Regelungen wie Macht und Weisungsbefugnisse in der Bundeswehr verteilt sind (Danke, Frank). Hier gibt es eine englischsprachige Erklärung dazu: http://en.wikipedia.org/wiki/Command_and_obedience_in_the_Bundeswehr
Sehr praktisch ist bisher übrigens auch das Penguin Dictionary of Social Siences. Kompakt, umfassend und mit vielen Quellenangaben :-)