Okt
29
2010
Es ist Zeit für ein paar Geständnisse:
- Ich verstehe nichts von Meteorolgie
- Ich habe keine Ahnung davon was Treibhausgase in der Atmosphäre anrichten
- Die Menschen in Pakistan und Indonesien und Holland tun mir aufrichtig leid wenn sie wieder von einem Hochwasser oder sonstigen Fluten bedroht werden. Ich weiß aber auch nicht, ob das nicht schon immer so war?
- Ich will auch nicht, dass Eisbären aussterben und weiß auch nicht welche Tiere noch alle bedroht sind.
- Ich frage mich: Wie wird eigentlich die ständig zitierte Durchschnittstemperatur der Ozeane gemessen?
- Manchmal wundere ich mich: Warum diskutieren all die Klimaretter eigentlich nie, dass Atomkraftwerke kein CO2 emmitieren?
Wenn ich mich dann in meinem grenzenlosen Unwissen und nicht enden wollender Naivität umschaue, scheine ich allerdings der einzige zu sein, der sich wundert. Denn alle Welt, besonder die Medien scheinen ganz genau zu wissen, was abgeht. Das Kohlendioxid ist schuld. Klar. Es sorgt für den Treibhauseffekt weil es schließlich ein Treibhausgas sei…
Little Known Fact:
Das in seiner Konzentration dominierende Treibhausgas in der Atmosphäre ist Wasserdampf mit einem Anteil von ca. 60% am natürlichen Treibhauseffekt.
Dann schlage ich die aktuelle Zeit auf und lese einen Artikel darüber wie essentiell es sei, dass jetzt gehandelt wird, dass wir die Klimakonferenz nutzen etc. Sehr lobenswert denke ich mir. Rüttelt die Menschheit auf, die Welt steht am Abgrund.
Doch Moment mal…
Der eine Autor ist ehemaliger Director der London School of Economics und der andere ist auch kein Meteorologe sondern Professor für Astrophysic und Kosmologie.
Wie bitte?
Wie kommt es eigentlich frage ich mich da, dass zum Thema Klimawandel ständig Stimmen laut werden, die gar nicht vom Fach sind? Und noch schlimmer: Warum hört man gar keine Gegenstimmen mehr? Ist ein so komplexes Thema wie Meteorologie, dass zum heutigen Stand weit davon entfernt ist durchdrungen zu sein wirklich so leicht in einfache Konzepte zu pressen, dass jeder Politiker, Wirtschaftsprof. und Radiomoderator kompetent darüber parlieren kann?
In letzter Zeit sind mir jedenfalls ein paar Fragen untergekommen, die ich gerne mal beantwortet bekommen möchte:
- Können wir eigentlich realistisch am Klima schrauben? Bisher schaffen wir es noch nicht mal, die Arbeitslosigkeit zu senken und Allergien zu heilen…
- All die betroffenen Menschen und Tiere: Warum retten wir nicht die Umwelt anders und realistisch, etwa indem wir versuchen, das Abholzen des Urwalds und die Überfischung der Meere einzudämmen? Warum wohnen große Teile der Menschheit immer noch in Erdbebengebieten oder Flutzonen? Warum haben Indonesier und Pakistanis keine Infrastruktur um sich im Kathastrophenfall helfen zu können?
- Ist der Klimawandel vielleicht auch ein “normaler” (wenn auch vielleicht durch uns beschleunigter) Prozeß?
- Welche Kontroversen gibt es, von denen wir nichts hören weil sie zur Zeit als unerwünschte Meinung gelten?
Alles in allem wünsche ich mir , dass wieder etwas mehr Reflektion in die Diskussion einkehrt. Ich will keinen Economics Fellow Panikmache verbreiten sehen. Und gerade dieser Artikel in der Zeit hat mich daran zweifeln lassen welche Qualitätsmaßstäbe angelegt werden wenn der Autor nur hochrangig genug ist. Statt dessen sähe ich gerne einen offenen Diskurs in dem die Eckpfeiler der möglichen Klimaveränderungen nicht wie Glaubensgrundsätze und Religion behandelt werden sondern offen besprochen und klar analysiert werden.
Aber eigentlich wollte ich mich nur mal wieder unnötig aufregen, was hiermit geschehen ist.
Mentalhygiene und so… Und gegen die Zeit habe ich übrigens auch nichts.