Jul
5
2011

Ich bin zur Zeit wirlich stolz auf mich. Nach 2 Jahren Gejammere über meinen Bauchansatz habe ich erfolgreich 14kg abgenommen, einen Sixpack antrainiert und trainiere sogar wieder auf meinen Halbmarathon hin.
Doch wer jetzt glaubt, dass ich irrsinnig diszipliniert wäre oder gut darin mich selbst zu Dingen zu zwingen, die ich eigentlich nicht machen möchte, der irrt. Im Grunde sind es ganz einfache Prinzipien die mich vor 12 Jahren das Rauchen beenden ließen, mir zur Zeit mein Studium bewältigen helfen oder auch dafür sorgen, dass ich fitter bin als jeh zuvor…
Hier nun ein paar Tipps für Menschen wie mich, die trotz persönlich empfundener Disziplinlosigkeit bestimmte Ziele erreichen wollen Vielleicht funktionieren die Ideen ja auch noch bei anderen…
- Einfach mal anfangen!
Das kann man gar nicht genug betonen! Der Welt mangelt es nicht an guten Ideen oder an Wissen um den richtigen Weg sondern an Menschen, die einfach mit der Umsetzung beginnen. Ich persönlich bin jemand, der Gefahr läuft, schon während der Planungsphase die Lust zu verlieren, mein Ziel umzusetzen und so geht es vielen meiner Bekannten auch. Inzwischen habe ich gelernt, dass es für mich daher oft besser ist, schon mal loszulaufen und mit unterwegs Gedanken zu machen. Dann bin ich schon in Bewegung, meine Motivation steigt mit den Zielen, die ich erreiche und der Plan entsteht meist auch recht schnell…
- Wenn schon gleich zu anfangs Ziele setzen, dann solche, die einigermaßen schnell und leicht erreichbar sind.
Ich weiß, ich weiß… Jeder Zeitmanagement-Ratgeber behauptet, dass Overarchiever sich selbst herausfordernde und große Ziele setzen. Das ist bestimmt auch richtig. Aber das macht man nicht sofort. Es ist (zumindest für mich) viel besser zu Beginn eines neuen Projekts möglichst schnell Erfolgserlebnisse zu haben. In meinem Fall lief ich los mit dem Ziel, eine kleine Runde durchgehend zu laufen. Das klappte schon beim ersten mal und gab mir eine Menge Motivation. Das bringt mich zu Punkt No. 3:
- Ziele wollen angepaßt werden! Dabei am Besten anfangs tief stapeln und immer ambitionierter werden sobald man weiß, was möglich ist.
Ich fing an mit dem Ziel, eine Runde Laufen zu überstehen. Als das klappte, dachte ich “1h durchgehend laufen wärs”. Als das kein Problem mehr war, schaute ich auf die Strecke und beschloß aus den 5km 10km in 1h machen zu wollen. etc. Inzwischen bin ich für den Halbmarathon im Oktober angemeldet und sicher, dass ich das hinbekomme (wenn mir nicht irgendwas Dummes dazwischen kommt). Für mich hat es sich bewährt, mir das nächste Ziel zu setzen wenn das vorhergehende noch nicht aber bald erreicht ist und es ist wichtig, dass ich schon beim Setzen im Grunde einigermaßen sicher bin, auch den nächsten Meilenstein erreichen zu können…
- Rituale!
Immer dann wenn ich etwas Neues erreichen will, erkläre ich die Schritte dahin zu regelmäßigen Ritualen. Beispielsweise wollte ich abnehmen. Um mir zu verdeutlichen wie viel ich überhaupt zu mir nahm und verbrauchte beschloß ich, ein Ernährungstagebuch zu führen. Die Einträge darin erklärte ich zum Ritual, das mindestens zweimal täglich stattfand. Es dauerte keine 3 Tage und ich hatte es mir so angewöhnt, dass ich mich selbst jetzt, da ich es eigentlich nicht mehr brauche, daran halte. Dasselbe gilt für das morgendliche Auf-Die-Waage-Steigen oder meinem Lauftraining. Kaum sind Handlungen ritualisiert fällt das ständige sich-selbst-überwinden komplett weg. Das fällt natürlich umso leichter je kleiner die einzelnen Rituale ausfallen.
- Statistik
Die Wahrscheinlichkeit ans Ziel zu kommen steigt für mich wenn ich irgendwelche Statistiken abrufen kann, die mir meine kleinen Erfolge vor Augen führen. Ein Graph mit dem nach und nach fallenden Gewicht, meine Laufdistanzen, etc. Probiert es aus, Leute… Es macht Laune, sich beim Erreichen kleiner Ziele zuzusehen 
Zum Abschluß noch zwei kleine Linktipps für all jene, die auch einen Weg suchen, abzunehmen oder sich sportliche Ziele (oder beides) vornehmen wollen:

http://fddb.info (fddb steht für FooDDataBase) ist eine Datenbank mit Lebensmittelnährstoffen. Das Ganze ist communitygepflegt und es gibt die Option, ein Ernährungstagebuch zu führen. Das Ding ist kostenlos und ganz allgemein wirklich nett gemacht.
Runtastic ist ein komplettes Sporttagebuch. Man kann mit Hilfe der Runtastic Phone App seine sportlichen Aktivitäten aufzeichnen und dann seine Leistungen in verschiedneen Statistiken sichten. Vergleich mit anderen Usern, Livestream oder das Sharen auf Facebook & Co. ist natürlich auch möglich und last not least lassen sich populäre Fitness Gadgets wie die Withings Wifi Waage anbinden.