Jan
26
2010
Ich bin im Moment süchtig… informationssüchtig :-)
Selten hatte ich so einen Spaß daran, mich durch Fachbücher zu kramen wie zur Zeit mit meinen Studienmaterialien. Gestern sass ich vor den Videos, die mit meinem Social Science Kurs kamen und lernte, wie Menschen, Beziehungen, Gegenstände und Regularien zusammengehören.
Die für mich interessantesten Fakten, die ich jetzt mal mitgenommen habe waren
- Die Zusammenhänge verändern sich je nach Zeit zu der sie beobachtet werden.
- Rollen sind dynamisch, definieren sich durch Eigen- und Fremdwahrnehmung und anders als allgemein angenommen gibt es keine “echte” Rolle sondern nur performte Rollen. Im Zweifel findet die “Performance” halt nur vor einem einzigen Zuschauer statt: Sich selber.
- Regeln und Interaktionsmuster werden permanent ausgehandelt und sind nie fix. Menschen dehnen und verändern diese Regeln ständig. Sie sind abhängig von kulturellem Hintergrund, Erfahrungen, den beteiligten Personen, dem Umfeld und eben der Zeit zu der sie stattfinden.
Inzwischen auch ganz unterhaltsam ist mein Mathekurs. Er ist zwar immer noch auf dem Niveau einer Fingerübung, aber inzwischen wenigstens auf einem Level, der ein wirklich unterhaltsamer Zeitvertreib ist. Das Buch ist jedenfalls wirklich sehr gut gemacht und enthält immer wieder interessante Hinetrgründe und Rätsel als Bereicherung des reinen Stoffs.
So habe ich gelernt, dass Zahlen – wenn sie in der Natur, z.B. durch Messungen, erfasst wurden keine gleichmäßige Ziffernverteilung aufweisen. So ist die 1 die mit Abstand häufigste Ziffer und die Häufigkeit nimmt mit Wert der Ziffer ab, sprich: die zwei ist ein wenig seltener, die drei nochmal bis schließlich zur seltensten Ziffer 9.
Das ganze nennt sich Benfordsches Gesetz und kann verwendet werden, um z.B. statistisch festzustellen, ob Zahlen von Menschenhand oder echten Messungen stammen… Coole Sache das :-)
Ansonsten gehts diese Woche mit Marketing los. Auch da bin ich schon ziemlich gespannt…
(Grafik aus Wikipedia)