Feb
13
2010
Mein Soziologiekurs bringt mich zur Zeit dazu, gehörig über meinen Platz in der Gesellschaft, Konsumgewohnheiten und Konsum als Mittel zur persönlichen Standortbestimmung nachzudenken.
Die Erkenntnis, dass die Waren, die wir konsumieren nicht nur zum Gebrauch sondern auch der Selbstdarstellung dienen ist ja jetzt wirklich nicht so neu. Interessant finde ich aber, dass ein bekannter Soziologe (Zygmunt Bauman) von den Gruppen der Konsumfähigen und den Ausgeschlossenen als von den seduced (verführten) und den repressed (unterdrückten) spricht.
Ein Konsument kauft demnach bestimmte Waren, weil er aus verschiedensten Gründen zum Kauf genau dieses Guts verführt wurde. Und zu diesen Gründen zählen Status, Selbstdarstellung durch Besitz, Übertragung des Brand-Image auf den Käufer und andere.
Immer dann wenn wir gerne konsumieren wollen, aber aus irgendwelchen Gründen nicht können, können wir uns zur Gruppe der Unterdrückten zählen.
Ich bin also verführt worden, mir einen 300€ Beamer zu kaufen,, darf mich aber monetär unterdrückt fühlen, weil mir der Kauf eines 5000€ HDTV Gibmiralles Ultramegabeamers mit dem ich mich in die soziologische Gruppe der Heimkino-Enthusiasten einreihen könnte leider verwehrt ist. Aha :-)